Es klingt irgendwie alles etwas dumpf hier und ich nehme meine Umwelt immer noch durch einen gewissen Schleier war. Laut war es auf jeden Fall – über die anderen akustischen Qualitäten der Frankfurter Festhalle lässt sich streiten.

Das klingt jetzt vielleicht etwas enttäuscht, soll es aber gar nicht.  Die Herren Carter und West haben gestern auf jeden Fall ordentlich die Halle abgefackelt.

Eine gute Mischung aus den Bangern des “Watch The Throne” Albums und anderen Hits des schier endlosen Repertoires ließ zu keinem Moment Langeweile einkehren. Dank der beiden würfelförmigen Hebebühnen die während der kompletten Show immer wieder zum Einsatz kamen und den Großleinwänden bekam man auch von ziemlich weit hinten, wo wir uns befanden, alles mit und das Konzert-Phänomen des toten hinteren Drittels hatte keine Chance. Die beeindruckende Bühnen und Lasershow gab dem ganzen den letzten Rest.

Im Gegensatz zu vielen Shows anderer U.S. Stars hatte man nicht das Gefühl das es sich hier um einen Pflichtbesuch, mit dem Ziel sich die Taschen noch etwas zu füllen, handelte. Sowohl Jay-Z als auch Kanye versprühten absolute Leidenschaft und Hingabe zu dem was Sie da zelebrierten und das übertrug sich auch auf die Menge.

Den einzigen Show-Stopper des Abend lieferte Kanye, als das deutsche Publikum bei “All Of The Lights” nicht so recht wusste ob es das N-Wort aussprechen sollte oder nicht und so die Künstler/Publikums-Interaktion etwas ins stocken brachte. Rewind. “When Kanye says: MJ gone – you say : Our Ni**a dead”. Okay klappt. Alle Bleichgesichter durften mal ohne schlechtes Gewissen “Ni**a” schreien.

Something wrong, I hold my head -

MJ gone, our Nigga dead…

Anzumerken wäre auch noch das es nicht das einzige mal an diesem Abend war das Kanye über sich selbst in der dritten Person sprach, das sollte man im Auge behalten. Nicht dass er noch größenwahnsinnig wird.

Abgerundet wurde der Abend von 2 durchgängen “Ni**as In Paris” bei denen das Publikum total ausrastete. Als Zugabe gab es dann noch mal dreimal hintereinander “Ni**as In Paris” (immernoch 6 mal weniger als in Paris ).

Wer die Chance hat sich das ganze nochmal anzuschauen sollte es auf jeden Fall tun. Auch wenn ihr von Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Übermüdung geplagt werdet, wie es bei mir der Fall war. Ich hab’s nicht bereut.

That Shit Cray.

Hier die Setlist:

1. H.A.M.
2. Who Gon Stop Me
3. Otis
4. Welcome to the Jungle
5. Gotta Have It
6. Where I’m From
7. Nigga What? Nigga Who?
8. Can’t Tell Me Nothing
9. Flashing Lights
10. Jesus Walks
11. Diamonds From Sierra Leone (Remix)
12. PSA
13. U Don’t Know
14. Run This Town
15. Monster
16. Power/Power Remix
17. Murder To Excellence
18. New Day
19. Hard Knock Life
20. Izzo
21. Good Life
22. Empire State of Mind
23. Runaway
24. Heartless
25. Stronger
26. On To The Next One
27. Dirt Off Your Shoulders
28. I Just Wanna Love You (Give It 2 ME)
29. Thats My Bitch
* P.Y.T. (Pretty Young Thing) – Michael Jackson
30. Touch The Sky
31. All of the Lights
32. Big Pimpin’
33. Gold Digger
34. 99 Problems
* What a Wonderfull World – Louis Armstrong
35. No Church in the Wild
36. Lift Off
37. Niggas In Paris
38. Niggas In Paris
Encore:
39. Niggas In Paris
40. Niggas In Paris
41. Niggas In Paris

Antworten

Kategorien

Kategorien

Apps Art B.o.B. Band Of Horses Banksy Bobby Ray Books David Choe Dunk Eric Koston Exit through The Gift Shop Facedeprinter Fashion G.O.O.D. Music Gadgets Graffiti Graffomat Hip-Hop iPhone JR Kanye West Kicks N Canvas Krondon Lakai Logo Mayer Hawthorne Mixtape Nais Nike NikeSB Photography Sene Skateboarding Sneaker Springmann.Varol Stones Throw Streeart Streetart Street Art Streetwear Strong Arm Steady The Hundreds Vans Video Women Are Heroes